Grünen-Landtagskandidatin Hanna Stauß zu Besuch auf der Heuneburg
Am 23. Januar besuchte die Landtagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Hanna Stauß, gemeinsam mit ihrem Team die Heuneburg. Begleitet wurde sie von Susanne Petermann-Mayer (Kreisvorsitzende und Kreisrätin Sigmaringen), Johannes Kretschmann (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag), Werner Rundel (Mitglied der Grünen-Fraktion im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben) sowie Lena Kaltenbach (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit). Unser Vereinsausschuß wurde von Petra Fichtl/Vorstand des kooperierenden Vereins ALB-HAT, Langenenslingen unterstützt.
Anlass der Einladung, war die Absicht des Regionalverbands Donau-Iller, zwei Flächen im Umfeld der Heuneburg – den Rübgartenhau und den Dürmentinger Wald – als Vorranggebiete für Windkraft auszuweisen. Dies gefährdet den UNESCO-Nominierungsprozess der Heuneburg und war für uns Anlass, uns mit der Bitte um Unterstützung an Frau Stauss zu wenden.
Trotz winterlichen Nebels und frostiger Temperaturen begann der Termin mit einer Ortsbegehung. Dabei richtete sich der Blick besonders auf die frühkeltischen Sichtachsen in Richtung Bussen und Alte Burg. Fotosimulationen des Landesamts für Denkmalpflege wurden als Grundlage für die Diskussion herangezogen.
Im Anschluss fand ein fachlicher Austausch im Gasthof „Adler“ in Hundersingen statt. Unser Vereinsvorsitzender und Gastgeber Anton Bischofberger sorgte für das leibliche Wohl während der Diskussion. In konstruktiver Atmosphäre wurde die räumliche Kollision der Belange von Denkmalschutz und Windkraft objektiv erörtert. Fachliche Impulse lieferte insbesondere Werner Rundel, der als Sachverständiger für Windkraft neue Perspektiven aufzeigen und beraten konnte, wie am Besten ein Konsens erreicht werden kann.
„Nur durch solche gemeinsamen Gespräche kann der Weg gefunden werden, wie Denkmalschutz und Energiewende Hand in Hand gehen können“, betonte Hanna Stauß im Rahmen des Treffens.

Die Heuneburg, eines der bedeutendsten frühkeltischen Machtzentren Europas, wurde in der deutschen Tentativliste zur Nominierung für das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Sie steht beispielhaft für die komplexen gesellschaftlichen und handwerklichen Strukturen der frühen Eisenzeit. Archäologische Funde – wie die filigranen Goldperlen der Fürstin vom Bettelbühl – zeugen vom hohen künstlerischen und kulturellen Niveau dieser Epoche.
Mit über 20.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich ist die Heuneburg heute bereits ein wichtiger kulturhistorischer Anziehungspunkt. Der geplante Ausbau zur Keltenerlebniswelt stärkt ihre Rolle als Vermittlungsort für Forschende und die Öffentlichkeit gleichermaßen.
„Wir danken Frau Stauß herzlich für die Initiierung dieses Termins“, so Anton Bischofberger. „Durch diesen Austausch konnte eine Plattform geschaffen werden, deren Ergebnisse nun als Grundlage für weitere Abstimmungen mit dem Regionalverband Donau-Iller dienen, mit dem wir bereits in einem guten und offenen Kontakt stehen. Wir fühlen uns gehört und sind hoffnungsvoll, dass es gelingen kann, den wichtigen Ausbau von erneuerbaren Energien und den Denkmalschutz um unsere Heuneburg in Einklang zu bringen.“
Foto: Lena Kaltenbach, Photo & Design